Szenische Lesung im Nordbahnhof Bochum, Montag, 26. Januar 2026, 18.30 Uhr

„In der ganzen Zeit in Auschwitz habe ich an nichts mehr gedacht und nichts mehr gefühlt“

Veranstaltung zum internationalen Holocaust-Gedenktag mit Ensemblemitgliedern des Schauspielhauses Bochum im Gedenk- und Erinnerungsort Nordbahnhof
Am 27. Januar vor nunmehr 81 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von Einheiten der Roten Armee befreit. Das Zitat in der Überschrift geht auf den Bochumer Juden Alfred Salomon zurück, der Auschwitz überlebte. Zurück in Bochum verdrängte er erst einmal „alles“ und fing später im hohen Alter an zu erzählen. Ähnlich wie ihm erging es Rolf Abrahamsohn aus Marl, der in dreieinhalb Jahren sieben Konzentrationslager durchlief, darunter das Außenlager Bochumer Verein des KZ Buchenwald, und auch Ruben Horst Möller, der Ende Januar 1942 als Kind auf denselben Transport nach Riga geschickt wurde wie seine in Bochum unvergessene Lehrerin Else Hirsch.

Erinnerungen an die Schrecken der KZ-Haft bilden die Grundlage für die szenische Lesung, in der Konstantin Bühler, Oliver Möller und Mona Vojacek Koper, Ensemblemitglieder des Schauspielhauses Bochum, den drei Überlebenden ihre Stimmen leihen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Befreit – und dann? Eine Nachlese zum Kriegsende vor 80 Jahren“ der Initiative Nordbahnhof Bochum e.V. 

Veranstaltungsort: Gedenk- und Erinnerungsort Nordbahnhof Bochum, Ostring 15

Einlass: ab 18:15 Uhr. Die Lesung wird für eine Video-Präsentation aufgezeichnet.

Anmeldung erbeten unter: anmeldung@initiative-nordbahnhof-bochum.de